Depressionen und Rheuma

❓ Was ist eine Depression?

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich in zahlreichen Beschwerden äußern kann. Depressionen beeinträchtigen die Fähigkeit, zu lieben, zu lachen, zu arbeiten und zu genießen. Man fühlt sich zutiefst traurig, mutlos und kann keine Freude empfinden.

 

Was hat das mit Rheuma zu tun?

Wie andere chronische Krankheiten erhöht auch Rheuma das Risiko, an einer Depression zu erkranken. Dasselbe gilt auch umgekehrt. Depressive Patienten unterliegen einem doppelt so hohen Rheuma-Risiko wie die Allgemeinbevölkerung. Grund hierfür ist die Wechselwirkung zwischen Angst, Schmerz und Depression, die auf neurobiologischen Zusammenhängen beruht. Zusätzlich können Depressionen den Krankheitsverlauf und die Schübe beeinflussen.

 

Traurigkeit oder Depression?

Es ist normal, dass man sich aufgrund bestimmter Ereignisse von Zeit zu Zeit zutiefst traurig fühlt. Traurigkeit und Kummer erscheinen ziemlich überwältigend, wenn sie auftreten. Aber sie klingen nach einiger Zeit auch ohne Behandlung von selbst ab.  Eine Depression hingegen ist eine ernst zu nehmende Erkrankung mit starken depressiven Gefühlen, die Wochen oder Monate dauern kann. Sie beeinträchtigt den Alltag, Arbeit und Beziehungen erheblich. Eine Depression bedarf einer professionellen Therapie.

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Was sind Anzeichen einer Depression?

Mögliche Anzeichen einer Depression sind eine anhaltende gedrückte Stimmung, eine Hemmung von Antrieb und Denken, Interessenverlust sowie vielfältige körperliche Symptome, die von Schlaflosigkeit über Appetitstörungen bis hin zu Schmerzzuständen reichen können. Die Mehrheit der Betroffenen hegt früher oder später Suizidgedanken.

Depressionen wirken sich individuell unterschiedlich aus. So können ein depressives Vorschulkind und ein 80-jähriger Erwachsener sehr unterschiedliche Symptome haben.

 

Was sind die Ursachen einer Depression?

Die genauen Ursachen von Depressionen sind unbekannt. Es gibt jedoch bestimmte Risikofaktoren, die eine Depression auslösen können. Dazu gehören:

  • Genetische Faktoren: Genetische Veranlagung, Familiengeschichte
  • Biologische Faktoren: Körperliche Veränderungen als Folge von Geburten, Tumoren, Infektionen oder chronischen Schmerzen
  • Psychologische Faktoren: Traumatische Lebensereignisse, Tod eines geliebten Menschen, Arbeitsverlust, finanzielle Probleme, geringe Selbstachtung, Pessimismus
  • Umweltfaktoren: Traumata in der Kindheit, Einsamkeit, Mangel an sozialer Unterstützung, Leben in emotional missbräuchlichen oder gewalttätigen Beziehungen

Je mehr Risikofaktoren eine Person hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken.

 

Kann man Depressionen heilen?

Depressionen sind heilbar. Mit professioneller Hilfe kann den meisten Menschen dauerhaft und erfolgreich geholfen werden. Depressionen können mit Medikamenten, Psychotherapie oder einer Kombination aus beidem behandelt werden.

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